«foodwerk.ch» im Fokus -„Wir möchten Familien anregen, selbst frisch zu kochen.“

Caro, Tobi und Tochter Liv bloggen für foodwerk.ch
Caro, Tobi und Tochter Liv bloggen für foodwerk.ch

Auf ihrem Blog foodwerk.ch animieren Caro & Tobi mit ihren vielfältigen Rezepten Familien, frisch zu kochen. Ihre alltagstauglichen Inspirationen stärken das Bewusstsein für die saisonale und regionale Familienküche und setzen ein Zeichen für Nachhaltigkeit. Von den berufstätigen Eltern wollten wir wissen, wie ihnen der Spagat zwischen Arbeit und Bloggen gelingt, wie sie sich laufend à jour halten und welches die Grundwerte ihrer Bloggertätigkeit sind.

Liebe Caro, lieber Tobi, wie seid ihr zum Bloggen gekommen?

Durch unseren erlernten Beruf (wir haben beide Koch gelernt), ist das Kochen nicht nur eine Berufung, sondern auch eine grosse Leidenschaft von uns. Wir wurden oft nach unseren Rezepten gefragt, die es so aber nicht gab, da wir «Handglänk mal Pi» gekocht haben. So haben wir angefangen für Freunde und Familie die Rezepte aufzuschreiben. Es begann alles mit süssen Rezepten unter dem Namen Caros Backwerk. Daraus entstand 1 Jahr später, als die Nachfrage nach salzigen Rezepten auch grösser wurde, das heutige foodwerk.ch. Eigentlich war nie geplant, ein Blog zu schreiben.

Worüber bloggt ihr?

Bei uns dreht sich vieles um alltagstaugliche, familienfreundliche und einfache Rezepte. Wir springen keinen Trends hinterher, sondern machen ganz nach dem Motto: das Leben is(s)t bunt! unser eigenes Ding.Unsere Leser nehmen wir auch mit auf Reisen oder Kurztrips und geben ihnen so den einen oder anderen Tipp für ihre Reise mit Familie auf den Weg.

Was ist für euch das Schönste am Bloggen? Was am Schwierigsten?

Unsere Kreativität voll ausleben zu dürfen erfreut uns immer riesig. Viele Mamis und Papis (oder alle die gerne kochen möchten) dazu zu animieren, frisch, regional und saisonal zu kochen, erfüllt uns immer voller Freude und macht auch ein wenig stolz. Am schwierigsten ist das Zeitmanagement zwischen Familie, Beruf und Blog.

Was zeichnet euren Blog aus?

Die Einfachheit. Die Rezepte sind sowohl für Anfänger als auch Kochbegeisterte gut umzusetzen. Auch die Zutaten sind nicht kompliziert, meist ist alles schon im Küchenschrank vorhanden.

Wofür liebt euch eure Community?

Für die genaue Beschreibung der Rezepte und die Gelingsicherheit und unsere Authentizität. Unsere Rezepte bringen Abwechslung auf den Tisch, ohne das grosser Aufwand betrieben werden muss. Auch schätzen unsere Leser sehr, dass wir auf jede Frage/Feedback eine Antwort geben und so sehr Lesernahe sind.

Wie viel Zeit investiert ihr fürs Bloggen?

Wir benötigen bis zu 40 Stunden pro Woche für den Blog. Es kann zu Spitzenzeiten auch mehr sein. Wir haben uns seit Jahren keine richtige Auszeit mehr gegönnt.

Wie unterstützt ihre euch gegenseitig beim Bloggen?

Jeder bringt seine Stärken ein und so sind wir ein gut funktionierendes Team. Während Tobi die ganze Technik, Unterhalt der Homepage sowie ein Teil der Buchhaltung übernimmt, ist Caro ganz für den kreativen Part zuständig. Auch die Kommunikation mit den Lesern erfolgt meist via Caro. Jeder alleine könnte und würde wohl keinen Blog betreiben. Doch gemeinsam finden wir es super. Auch unsere Tochter Liv ist ein Teil von foodwerk.ch!

Wie hat sich das Bloggen in den letzten Jahren verändert? Wie habt ihr euch selber professionalisiert?

Wir setzen viel daran, nicht stehen zu bleiben und so sind wir fleissige Besucher der Learnings Sessions von Schweizer Familienblogs. Auch wenn wir in einigen Themen schon gut sind, besuchen wir die Kurse trotzdem – bis jetzt waren wir an allen aktiv mit von der Partie! Auch ausserhalb des Netzwerks besuchen wir Kurse und Weiterbildungen, sofern es die Zeit zulässt. Der Austausch mit anderen Bloggern erachten wir auch als wichtigen Teil unserer Weiterentwicklung. Das Bloggen wird immer zeitintensiver. In den letzten Jahren sind immer mehr Kanäle dazugekommen, die auch bespielt werden müssen. Auch ist der Anspruch an uns selbst stetig gewachsen, was es gerade für Caro nicht immer einfach macht.

Wie werden sich die Blogszene und das Influencer Marketing in der Schweiz eurer Meinung nach entwickeln?

Wir denken, dass die Spitze des Zenits noch nicht erreicht ist. Um mithalten zu können, ist und bleibt die Qualität und Authentizität an erster Stelle. Die Social Media Kanäle wie Instagram, TikTok, etc. werden immer wichtiger, dennoch ist der Hauptkanal Blog für uns am wichtigsten, da wir so unsere Eigenständigkeit wahren können.

Wo seht ihr euren Blog in fünf bis zehn Jahren?

Ehrlich gesagt machen wir uns nicht so langfristige Ziele. Unser Ziel ist es in erster Linie, unsere Freude am Bloggen nicht zu verlieren und so möglichst viele Menschen zu inspirieren und zu animieren, selbst frisch zu kochen. Das Bewusstsein zu erhöhen für saisonale und regionale Lebensmittel zu stärken und so unseren Teil an eine bessere Umwelt beizutragen.

Weshalb seid ihr Mitglied im Netzwerk Schweizer Familienblogs?

Netzwerken ist und bleibt einfach wichtig. Der Austausch mit anderen Bloggern ist wertvoll und kann eigene Lücken schliessen. Mit unserem Wissen konnten wir im Gegenzug auch schon anderen weiterhelfen. Zudem stehen wir voll hinter dem Familienblogger Kodex, welches wir als wichtige Grundlage ansehen.

Was macht für euch einen glaubwürdigen Blog aus?

Die Angebote klar zu prüfen und nicht passende Dinge ganz klar abzulehnen. Zusammenarbeiten sollten immer passen. Nur so können wir glaubwürdig und authentisch sein. Das Vertrauen unserer Leser ist das höchste Gut und damit soll nicht gespielt werden. Und dies erreichen, oder erhalten wir nur mit Ehrlichkeit und Authentizität.

Gibt es für euch No Gos beim Bloggen?

Ja, einige. Auch als Liv kleiner war haben wir zu jeder Zeit darauf geachtet, dass Liv nur im geschützten Rahmen sich zeigt. Und das auch nur immer mit Einwilligung von ihr. Lügen haben beim Bloggen nichts verloren. Die Produkte sollen nicht nur des Geldes wegen beworben werden, sondern weil man persönlich dahinter steht. Auch die Spiele mit Follow/Unfollow, kaufen von Followern, Bots etc. verurteilen wir. Auch Missgunst ist bei uns fehl am Platz.

Wie können Bloggerinnen und Blogger voneinander profitieren, sich gegenseitig unterstützen?

Wie schon erwähnt ist der gegenseitige Austausch sehr wichtig. Die Welt und Regeln von Social-Media ändern sich fast täglich und so ist es wichtig immer à jour zu bleiben. Bei Schwächen profitiert man davon, seine «Bloggergspändli» nach Rat zu fragen. Andersrum durften wir schon mehrmals unser Wissen weitergeben, um andere zu unterstützen. Auch gegenseitige Erwähnungen können hilfreich sein.

Vielen Dank, liebe Caro, lieber Tobi, für den Blick hinter die Kulissen eurer Blogger-Tätigkeit!

Alle Kanäle, über die ihr Caro und Tobi folgen könnt, findet ihr in ihrem Profil.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.